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Sprech- und Sprachdiagnostik

Sprach- und Sprechuntersuchungen dienen der objektiven Beurteilung von Sprach- und Sprechstörungen. Es werden folgende Formen unterschieden:

  • Störungen der kindlichen Sprachentwicklung
  • Zentrale Sprach- und Sprechstörungen
  • Redefluss-Störungen
  • Resonanzstörungen

Störungen der kindlichen Sprachentwicklung

Die normale Sprachentwicklung sollte mit 4 - 5 Jahren abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass ein Kind in der Lage ist, alle Laute richtig auszusprechen, dass es Sätze mit einfacher Grammatik bilden kann und einen kindgemäßen Wortschatz besitzt.

Von einer Sprachentwicklungsverzögerung spricht man, wenn der zeitliche Ablauf der normalen Sprachentwicklung verzögert eintritt.

Bei einer Sprachentwicklungsverzögerung können folgende Auffälligkeiten auftreten:

  • Fehlerhafte Aussprache (Dyslalie)
  • Falscher Gebrauch von grammatikalischen Regeln (Dysgrammatismus)
  • Eingeschränktes Bedeutungswissen (Semantik)

Nicht immer lassen sich Ursachen für eine Störung der Sprachentwicklung finden. Häufig liegen jedoch unerkannte Hörstörungen zugrunde.

Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Anamnese
  • HNO-Untersuchung
  • Heidelberger Sprachentwicklungstest
  • Psycholinguistischer Entwicklungstest
  • Ravensburger Test (Artikulation)
  • Teddy-Test (Syntax und Grammatik)
  • Reynell-Test (Sprachverständnis)

Zentrale Sprach- und Sprechstörungen

Zentrale Sprachstörungen werden durch hirnorganische Schädigungen verursacht und können sowohl vor als auch nach Abschluss des Spracherwerbs auftreten. Sie treten häufig in Kombination mit motorischen und sensorischen Störungen auf.

Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Anamnese
  • HNO-Untersuchung
  • Aachener Aphasietest (AAT)

Redeflussstörungen (Stottern, Poltern)

Klonisches Stottern ist durch Wiederholung von Lauten, Silben oder Wörtern gekennzeichnet. Tonisches Stottern liegt vor, wenn der Sprachablauf blockiert ist. In der Folge kann sich ein Dyskoordination zwischen Atmung und Stimmgebung entwickeln, verbunden mit Sprechangst und Vermeidungsverhalten.

Charakteristische Symptome des Polterns sind ein schnelles, überstürztes Sprechtempo, mit Auslassungen, Veränderungen und Verschmelzung von Lauten, Silben oder Wörtern. Häufig erfolgen auch Wortumstellungen und Umschreibungen. Im Gegensatz zum Stottern tritt bei Konzentration eine Verbesserung des Sprechablaufs ein.

Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Anamnese
  • HNO-Untersuchung
  • Stotterindex-Diagnostik

Resonanzstörungen

Eine der häufigsten Resonanzstörungen ist die Rhinophonie. Bei der Rhinophonie, dem sog. Näseln liegt eine Störung von Stimmklang und Sprachfärbung durch unphysiologische Luftstromführung vor (z. B. bei Gaumenspalten, nach Mandelentfernung, bei Nasenpolypen, „Polypen“ (Adenoide)).

Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • Anamnese
  • HNO-Untersuchung

Ihr Nutzen

Die frühzeitige Beurteilung von Sprach- und Sprechstörungen ermöglicht eine rechtzeitige Therapie.

Insbesondere frühzeitige logopädische Förderung können die Therapie nachhaltig verbessern.