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Geruchstest

Bei der Olfaktometrie (Riechprüfung, Riech-Test) handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren zur Überprüfung einer möglichen Einschränkung des Geruchssinnes.

Die Prüfung des Geruchssinnes erfolgt mit verschiedenen Geruchsstoffen, so dass eine genaue Bestimmung der Geruchseinschränkung gewährleistet werden kann.

Mit Hilfe der Olfaktometrie besteht die Möglichkeit, sowohl subjektiv als auch objektiv die Funktionseinschränkungen des Riechorgans zu diagnostizieren.

Überdies ist zu erwähnen, dass die Anwendung der olfaktorischen Untersuchungen standardisiert erfolgt.

Das Verfahren

Das Prinzip der Olfaktometrie beruht auf der Verwendung von Geruchsstoffen aus verschiedenen Klassen:

  • Reine Riechstoffe: Diese Form der Geruchsstoffe reizt ausschließlich den Nervus olfactorius (Riechnerv) – als Beispiele sind hier Kaffee, Vanille, Lavendel und Zimt aufzuzählen.
  • Kombinationsriechstoffe: Diese Geruchsstoffe sind in der Lage, nicht nur den Nervus olfactorius zu reizen und so die Reizweiterleitung zu initiieren, sondern auch eine zusätzliche Anregung des Nervus trigeminus zu erreichen.
  • Riechstoffe mit einer Geschmackskomponente: Diese  Form der Geruchsstoffe reizt einerseits den Nervus olfactorius, andererseits jedoch noch zusätzlich verschiedene Geschmacksnerven wie den Nervus facialis. Als Beispiel für diese Gattung ist Chloroform zu nennen.

Auf Grund der Tatsache, dass reine Riechstoffe ausschließlich über den Nervus olfactorius wahrgenommen werden können, besteht bei Anosmie (vollständiger Geruchsverlust) keine Wahrnehmung dieser Teststoffe. Andere Riechstoffe können jedoch beispielsweise über den Geschmackssinn noch wahrgenommen werden.

Die subjektive Riechprüfung vertraut als qualitatives Testverfahren auf die verbal geäußerte Antwort, ob der Geruch mit jeweils einem verschlossenen Nasenloch wahrgenommen werden kann.

Die objektive Riechprüfung erfolgt durch die Messung der Hirnströme mit einem EEG-Gerät. Die beim Erkennen eines Geruches ausgelösten Strömungen können durch das EEG-Messgerät dargestellt werden.

Die Olfaktometrie sollte durchgeführt werden bei:

  • Verdacht auf eine Parkinson und Alzheimer Erkrankung
  • Diabetes mellitus Typ 1 und 2, wenn der Geruchssinn vermindert ist
  • Vorliegen von Nasenpolypen
  • vor Operationen zur Dokumentation des Riechvermögens

Ihr Nutzen

Die Olfaktometrie ermöglicht die frühzeitige Beurteilung einer Riechstörung, so dass eine gezielte weitere Diagnostik oder Therapie rechtzeitig durchgeführt werden kann.